Vielen kann es passieren und wenn es passiert, ist es sehr ärgerlich und kostspielig doch kein Weltuntergang - es geht um den Verlust der Geldbörse, des Telefons oder in vielen Fällen auch ganz andere-, unglaubliche Dinge.
Es kann immer und überall passieren, aus Unachtsamkeit oder weil man gerade abgelenkt ist; man vergisst oder verliert teure und geliebte Dinge in einem öffentlichen Verkehrsmittel, in einem Cafe oder auch mitten auf der Straße; doch was passiert, wenn es einmal dazu gekommen ist? Die Deutschen verlieren jährlich mehr als eine halbe millionen Wertgegenstände, von Geldbörsen, Handys mit Vertrags- oder Prepaid Karten, Schlüssel bis hin zu sehr skurrilen Dingen wie Rollstühlen, Zahnspangen oder auch Gartenbänken. Diese werden von ehrlichen Bürgern bei den Fundbüros abgegeben und warten vergeblich auf ihre ursprünglichen Eigentümer, denn nur etwa ein Drittel der abgegebenen Dinge werden auch tatsächlich wieder abgeholt, weil nicht viele mit der Ehrlichkeit der Finder rechnen, doch diese ehrlichen Finder gibt es mehr als gedacht. In Hauptstadt wurden beispielsweise 5,5 Prozent mehr Fundgegenstände abgegeben als im letzten Jahr und von diesen werden nicht einmal ein Viertel wieder von den Besitzern abgeholt. In Hamburg werden jährlich in etwa 40.000 bis 50.000 gefundene Gegenstände abgegeben und aufbewahrt, jedoch ähnelt auch hier die Quote der Abholungen nur dem deutschen Durchschnitt mit circa 30%.
Was ehrliche Finder an kuriosen Dingen im Fundbüro abgeben
Die am häufigsten abgegebenen Gegenstände in deutschen Fundbüros sind zahlreiche Handys, Geldbörsen, Schlüsselbunde, Schirme, aber auch Laptops, Taschen und Goldschmuck. Doch es gibt auch eine Vielzahl kuriose Gegenstände, wie etwa einer goldenen Buddha -Statue, die im Bonner Fundbüro abgegeben wurde und noch immer auf ihren Besitzer wartet. Neben zahlreichen Stoßstangen, Radkappen und Fahrrädern wurde in Bösperde auch eine Gartenbank im Fundbüro abgegeben; woher das schöne Stück stammt, blieb ungeklärt. Abgegeben wurden auch skurrile Dinge wie Gebisse, Beinprothesen, Schuhe, Unterwäsche, Haustiere, Goldschmuck, Messer, Skelette, Blutdruckmessgeräte, Diamantringe, Spiegelreflexkameras und Kostüme. Ehrlichkeit zahlt sich aus Des Öfteren kann es vorkommen, dass nicht nach den verlorenen Gegenständen gesucht wird, da davon ausgegangen wird, dass die Leute nicht ehrlich sind und die Gegenstände in die Fundbüros abgeben. Jedoch steigt die Anzahl der ehrlichen Menschen an und diese werden auch belohnt, denn jeder Finder hat laut Gesetz Anrecht auf angemessenen Finderlohn. Laut Gesetz kann man bei Fundstücken, die einen Wert bis 500€ haben, 5 Prozent Finderlohn verlangen, bei Dingen, die teurer sind, sind es 25€ und 5 Prozent von dem über 500€ liegendem Wert. Jedoch kann von diesem Recht nur ab einem Wert von 50€ Gebrauch gemacht werden. Bei Dingen, die auf der auf öffentlichen Plätzen oder auf der Straße gefunden werden, steht dem Finder nach einer Wartezeit von sechs Monaten das Fundstück zu.
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