Lang genug musste Deutschland dieses Jahr auf den Sommer warten. Noch im April beschwerten sich die Menschen über die eisige Kälte und sehnten den Frühling herbei. Seit gut einem Monat wurde dieser vom Sommer abgelöst: Europa schwitzt. Schon die vergangenen Wochenenden lockten 30 Grad und mehr Kind und Kegel an die Badestrände. Auch in den nächsten Tagen kennt die Sonne keine Gnade und erhitzt die Luft auf bis zu 38 Grad, dann wird es in Deutschland sogar heißer als auf Mallorca. Das sind Temperaturen, die manche Wohnung in eine Sauna verwandeln!
Laut Uwe Bigalke, Experte der Deutschen Energie-Agentur (dena), müssen drei Dinge beachtet werden, damit Wohnung und Haus kühl bleiben: Erstens, mit einem wirksamen Sonnenschutz wird verhindert, dass die Sonnenstrahlen direkt ins Haus eindringen. Zweitens, die Räume müssen ausreichend belüftet werden und drittens, überflüssige Wärmequellen sollten wenn möglich ausgestellt werden. Zum Beispiel geben Herd und Ofen sehr viel Wärme ab - statt Pizza und Fleisch, also lieber Salat und Kaltschale. Das ist bei solchen Temperaturen sowieso bekömmlicher.
Wichtig ist, so weit wie möglich zu verhindern, dass die Wärme überhaupt in die Wohnung kommt. Denn ist die warme Luft erst einmal drin, bekommt man sie kaum wieder raus. Auch Ventilatoren helfen in diesem Fall nicht viel, da sie zwar die Zirkulation der Luft verbessern, aber diese nicht abkühlen können. Sonnenschutz an den Fenstern außen ist die effektivste Methode. Im Gegensatz zu Jalousien, Rollos und Co. für den Innenbereich kann die Wärmestrahlung damit bis zu 75 Prozent reduziert werden. Bei innen liegender Abdunklung sind es nur 25 Prozent.
„Durchzug schaffen“ heißt das Motto in den warmen Sommermonaten – aber bitte nur früh morgens und abends! Beim tagsüber Lüften kommt nur noch mehr Hitze ins Haus, dann sind auch Fensterläden und Rollos wirkungslos. Es hilft auch nicht die Fenster zu öffnen, aber die Türen geschlossen zu halten. Nur ein Luftzug bringt die warme Luft in der Wohnung effektiv nach draußen.
Stolze Besitzer eines Gartens wissen, dass ohne einen schattigen Platz der grüne Spaß zum glühenden Hitzeerlebnis werden kann. Deshalb ist es wichtig, auf der meist zum Süden gewandten Terrasse sonnengeschützte Bereiche zu schaffen. Leider ist nicht immer ein Baum in der Nähe, Abhilfe schaffen aber Sonnenschirm und Markise. Die schützen außerdem die Gartenmöbel aus Holz oder Plastik vorm Ausbleichen und sonstigen durch die Sonne verursachten Erosionen. Außerdem werden an einem schattigen Plätzchen die Auflagen für Stühle und Liege nicht heiß und man kann sich auch nach dem Mittagsschläfchen in der hoffentlich kühleren Wohnung wieder darauf setzen.
geschrieben von gabriel am 09.07.2010 - 12:36:03 - letzte Bearbeitung am 10.07.2010 - 21:29:25